[ ALGOPOEM_039_Ferien.EXE ]

by | Juni 18, 2026 | Algopoetik

[ ALGOPOEM_039.EXE ]
calendar.mode = "SUMMER_BREAK"

alarm_clock.disable()

school.state = OFFLINE

weather.forecast = OPTIMISTIC

responsibilities.reduce()

while vacation.remaining_days > 0:

    sleep.longer()

    explore(world)

    collect(memories)

    vacation.remaining_days -= 1

output.form = "free_verse"

Maschineller Output

Am ersten Ferientag verändert sich die Zeit.
Sie läuft nicht mehr in Stundenplänen,
nicht mehr zwischen Klingelzeichen und Terminen,
sondern folgt plötzlich eigenen Gesetzen.

Morgende beginnen später,
Abende enden später,
und dazwischen liegt ein weiter Raum,
der nur darauf wartet, gefüllt zu werden.

Die Tage riechen nach Sonnencreme,
warmen Gehwegen und offenen Fenstern,
durch die das Summen des Sommers
ungefragt ins Haus zieht.

Man fährt ans Meer oder bleibt zu Hause,
doch beides spielt oft eine kleinere Rolle,
als Erwachsene später glauben werden.
Entscheidend ist die plötzliche Weite.

Ferien sind die seltene Zeit,
in der ein Nachmittag kein Ziel benötigt,
um ein gelungener Nachmittag zu sein.

Und lange bevor der Herbst erscheint,
schleicht sich ein leiser Gedanke in die Tage:
dass selbst die längsten Sommerferien
ein Verfallsdatum besitzen.

Vielleicht bleiben sie gerade deshalb so hell in Erinnerung,
weil jeder Sommer schon während seines Höhepunkts beginnt,
sich in eine Geschichte zu verwandeln.

[ STATUS ]
schedule_pressure = DISABLED

freedom_level = MAXIMUM

memory_capture = ACTIVE

sunlight_exposure = HIGH

vacation_duration = DECREASING

nostalgia_generation = INITIATED

return_to_reality = PENDING